Chronik rechter Vorfälle in Baden-Württemberg

Diese Chronik rechter Vorfälle informiert über rassistische und rechtsmotivierte Aktivitäten in Baden-Württemberg. Hierbei werden Gewalttaten ebenso wie Nötigung, Sachbeschädigung und Propagandadelikte berücksichtigt. Es ist jedoch von einer gewissen Dunkelziffer auszugehen, da nicht alle Taten angezeigt werden bzw. an die Öffentlichkeit gelangen. Hin und wieder wird die rechtsgerichtete Motivation einer Tat nicht als solche benannt. In diesem Fall spielt die Wahrnehmung der Betroffenen eine wichtige Rolle bei der Einordnung der Delikte. Taten, bei denen die Beratungsnehmer_innen um eine vertrauliche Behandlung bitten, werden nicht veröffentlicht.

12.07.22
Rottenburg

Islamfeindliche und/oder antimuslimische Straftat

Gefährliche Körperverletzung § 224 StGB

10.07.22
Ispringen

Antisemitische Straftat

Volksverhetzung § 130 StGB

PMK: nicht zuzuordnen

10.07.22
Herrenberg

Antisemitische Straftat

Sachbeschädigung § 303 StGB

PMK: nicht zuzuordnen

09.07.22
Baltmannsweiler

Flüchtlingsfeindlicher Angriff auf Unterkunft

Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen § 86a StGB

08.07.22
Freiburg

Ausstellung zu jüdischen Sportler_innen beschädigt

Entlang des Rotteckrings wurden im Zuge der Wanderausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung - jüdische Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach" Fotografien von 17 herausragenden jüdischen Sportler_innen ausgestellt. Nachdem es laut der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) bereits zuvor zu Beschädigungen einzelner Ausstellungsstücke gekommen war, wurde die Skulptur des jüdischen Basketballers Ralph Klein zerbrochen und damit zerstört. Die Ausstellenden gehen dabei von einer antisemitischen Tatmotivation aus.

08.07.22
Achern

Islamfeindliche und/oder antimuslimische Straftat

Diebstahl § 242 StGB
PMK: nicht zuzuordnen

07.07.22
Konstanz

Antisemitische Straftat

Volksverhetzung § 130 StGB

06.07.22
Pforzheim

Antisemitische Straftat

Volksverhetzung § 130 StGB

06.07.22
Konstanz

Antisemitische Straftat

Volksverhetzung § 130 StGB

05.07.22
Tübingen

Farbangriff auf selbstverwaltetes Wohnheim

In der Nacht auf den 05.07.2022 gab es einen Farbangriff auf das selbstverwaltete Wohnheim in der Münzgasse 7. Neben einem rechten Sticker wurde auch "Fck Afa" gesprüht und es wurde der Versuch unternommen, Sticker und Plakate des Wohnprojekts unkenntlich zu machen. Es gab bereits im Januar Angriffe auf zwei Wohnprojekte und Antifaschist_innen in Tübingen.

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