Rechte Zustände in Deutschland - Folgen für Betroffene

Datum: 
Dienstag, 11. Dezember 2018
Ort: 
Karlsruhe

Ein Expert_innen-Gespräch mit

  • Chana Dischereit (Initiative „NSU-Komplex auflösen“)
  • Tahir Della (Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland e.V.)
  • Peter Schwarz (Redakteur der Waiblinger Zeitung und Co-Autor des Buchs „Schmerzliche Heimat“ von Semiya Şimşek)

Dienstag, 11. Dezember 2018
17:00 Uhr im Jubez (großer Saal)
Kronenplatz 1 76133 Karlsruhe

Hetze, Hitlergrüße und Ausschreitungen in Chemnitz gingen durch die Medien. Aber nicht nur in

Sachsen, auch in Baden-Württemberg ist rassistische und rechte Gewalt eine folgenschwere und grausame Realität für Betroffene: Messerattacke auf drei Geflüchtete in Heilbronn, Brandanschläge auf eine Geflüchtetenunterkunft in Bad Überkingen und auf ein türkisches Lebensmittelgeschäft in Geislingen, Angriff auf Gäste eines Eiscafés in Wiesloch…

Ganz aktuell legt die Einstellungsforschung für das Bundesgebiet neue, besorgniserregende Erkenntnisse vor. Laut der kürzlich veröffentlichten Studie der Universität Leipzig zu autoritären und rechtsextremen Einstellungen vertritt jeder dritte Deutsche ausländerfeindliche Positionen. Besorgniserregend ist zudem die „geschlossene manifeste Ausländerfeindlichkeit“, die in der Forschung als „Einstiegsdroge in den Rechtsextremismus“ gilt. Sie sei im Vergleich zur Befragung im Jahr 2016 bundesweit um knapp vier Punkte auf 24 Prozent gestiegen.

Unter der Moderation von Peter Schwarz nehmen die Expert_innen Chana Dischereit und Tahir Della im Rahmen des Gesprächs die aktuellen (extrem) rechten Entwicklungen und Zustände in Deutschland in den Blick und beziehen Position für die Betroffenenperspektive.

Eine Veranstaltung des Regionalen Demokratiezentrums Karlsruhe und der Fachstelle LEUCHTLINIE. Gefördert durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und dem Bundesministerium für Familie, Senioren und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"

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